
Dank zum Ende der Amtsperiode des Pfarrgemeinderats der Kirchengemeinde Oberes Schlüchttal
Dank zum Abschied des Pfarrgemeinderats und des Dienstes von Pater Christoph Eichkorn im Amt als Pfarradministrator der Kirchengemeinde Oberes Schlüchttal.
Aus 1054 Pfarreien wurden im Jahr 2015 zweihundertfünfundzwanzig Seelsorgeeinheiten bzw. Kirchengemeinden in der Erzdiözese Freiburg gebildet. Am 1. Januar 2026 werden diese zu 36 Pfarreien und Kirchengemeinden vereinigt. Damit erleben wir das Ende des Gremiums des Pfarrgemeinderates für die Seelsorgeeinheit beziehungsweise Kirchengemeinde Oberes Schlüchttal.
Am 1. Januar 2015 wurden die fünf Kirchengemeinden: St. Fides Grafenhausen, St. Margareta Birkendorf, St. Leodegar Riedern am Wald, St. Ursula Ühlingen und St. Jakobus Untermettingen mit der Filiale St. Laurentius Obermettingen als Kirchengemeinde Oberes Schlüchttal errichtet.
Blicken wir zurück: Nach dem 2. Vatikanischen Konzil (1962-1965) wurde am 23. Februar 1969 in den 1054 Pfarreien und Kirchengemeinden der Erzdiözese zum ersten Mal das Laiengremium „Pfarrgemeinderat“ gewählt. Damit sollte die Mitverantwortung der Kirchenmitglieder für den pastoralen Dienst des Pfarrers gestärkt werden.
Vor 10 Jahren wurden die 1054 Pfarreien in 225 Seelsorgeeinheiten beziehungsweise Kirchengemeinden zusammengeschlossen. Nach 4 Amtsperioden wird am 31. Dezember 2025 dieses Gremium enden. Am 1. Januar 2026 wird Erzbischof Burger 36 Pfarreien durch die Vereinigung von mehreren Pfarreien mit einer Haupt- beziehungsweise Mutterpfarrei errichten. Für die Pfarreien der Kirchengemeinde Oberes Schlüchttal wird diese Union mit der Pfarrei Mariä Himmelfahrt Waldshut-Tiengen vollzogen.
Wie schon Erzbischof Stephan Burger in seinem Dankbrief an die Pfarrgemeinderäte betont hat, will ich für die Zeit, die Mühe, die Verantwortung, die sie als Pfarrgemeinderätinnen und Pfarrgemeinderäte übernommen haben von Herzen Danke sagen.
Die Amtsperiode von 2020 bis 2025 war eine Zeit, wie sie kaum jemand vorhersehen konnte: Der Start mitten in der Corona-Pandemie, wo plötzlich alles, was sonst selbstverständlich war – Begegnung, Gottesdienste, Gemeinschaft – extrem eingeschränkt wurde. Dann die Betroffenheit über die Aufarbeitung sexualisierter Gewalt von Amtspersonen in der Kirche, die uns alle erschüttert hat. Weiter die Aufgaben rund um die Kirchenentwicklung 2030, die grundsätzliche Entscheidungen und Planungen verlangt hat. Und nicht zuletzt die spürbaren Veränderungen im gesellschaftlichen und kirchlichen Leben: Kirchenaustritte und einen gravierenden Rückgang der Mitfeiernden an der Sonntagseucharistie wie auch an der Beteiligung an den Wort-Gottes-Feiern sowie an kirchlichen Gruppierungen und vielen Angeboten.
In dieser Zeit haben die Ratsmitglieder Verantwortung übernommen, beraten, entschieden, begleitet – den Pfarrer und die pastoralem Mitarbeitenden, sowie die kirchlichen Gruppierungen und die Pfarrgemeinden mit Herz, Verstand und Geduld unterstützt. Vielen Dank dafür.
Dank an die Einzelnen Räte
Thomas Banholzer, Untermettingen,
stellvertretender Vorsitzender, Mitglied des Stiftungsrats und der Gebäudeausschüsse in Grafenhausen und Untermettingen:
stellvertretender Vorsitzender, Mitglied des Stiftungsrats und der Gebäudeausschüsse in Grafenhausen und Untermettingen:
Danke für seine Ruhe, seine Klarheit und dass er die Sitzungen auch als Vorstandsmitglied mit vorbereitet hat. Sein Engagement besonders in allen Gebäudeangelegenheiten war ein großes Plus.
Elisabeth Baumeister, Riedern am Wald: Danke für ihre engagierte, kritische und konstruktive Mitarbeit, für ihre vielen Pressebeiträge und dafür, dass sie damit die kirchlichen Aktivitäten im Oberen Schlüchttal in der Öffentlichkeit so positiv präsentiert hat.
Thomas Blatter, Birkendorf: Danke für die stille, loyale und treue Mitarbeit in allen Belangen.
Barbara Bulai, Birkendorf: Danke für ihren frohen, engagierten Einsatz, dass sie auch als Vorstandsmitglied die Sitzungen immer mit vorbereitete und zu den Treffen in Birkendorf den Raum stets sehr ansprechend gestaltet hat.
Elias Duttlinger, Riedern/Hürrlingen und Marvin Alex, Löhningen:
Danke an die beiden jüngsten Mitglieder, auch wenn sie aus beruflichen und Gründen ihrer Ausbildung später ausgeschieden sind.
Martin Eisele, Grafenhausen,
Schriftführer. Danke für seine immense Schreibarbeit und Genauigkeit als Protokollant und dafür, dass er uns dadurch den Rückblick auf alle Sitzungen bewahrt.
Schriftführer. Danke für seine immense Schreibarbeit und Genauigkeit als Protokollant und dafür, dass er uns dadurch den Rückblick auf alle Sitzungen bewahrt.
Christiane Güntert, Ühlingen,
Stiftungsrätin und Kindergartenausschuss: Danke für ihre langjährige Mitarbeit und Erfahrung, die sie einbrachte, für die bodenständigen und realistischen Einschätzungen; auch dafür, dass sie uns im Dekanatsrat vertreten hat.
Stiftungsrätin und Kindergartenausschuss: Danke für ihre langjährige Mitarbeit und Erfahrung, die sie einbrachte, für die bodenständigen und realistischen Einschätzungen; auch dafür, dass sie uns im Dekanatsrat vertreten hat.
Bernhard Gut, Grafenhausen,
Ausschuss Gebäudethematik:
Ausschuss Gebäudethematik:
Danke für seinen Einsatz besonders in den Gebäudeangelegenheiten in Grafenhausen, Kirchenheizung, Pfarrsaalbelüftung, Kapelle Balzhausen und besonders im Gebäudeausschuss Pfarrhaus Grafenhausen – er hat vieles ermöglicht und die Thematik Pfarrhaus Grafenhausen transparent in die Öffentlichkeit gebracht.
Cornelia Mülhaupt, Ühlingen: Danke für ihre verlässliche Mitarbeit, die geistlichen Impulse und dass sie als Vorstandsmitglied die Sitzungen mit vorbereitet hat, auch in Videokonferenzen. Für die Treffen in Ühlingen hat sie den Raum stets sehr ansprechend gestaltet, als Sprecherin des Gemeindeteams St. Ursula in Ühlingen ist sie ein all-round engagiertes und vernetztes Mitglied.
Margit Rhode, Riedern am Wald: Danke für ihr Herz, ihre Fürsorge und die Vernetzung zur Landjugend Riedern-Hürrlingen. Als Sprecherin auch des Gemeindeteams St. Leodegar in Riedern und Koordinatorin des Seniorenmittagstisch in Riedern und Hürrlingen ist sie mit allen Generationen der Kirchengemeinde vertraut.
Andrea Staller, Stiftungsratsmitglied:
Danke für ihr Mitdenken, Mittragen und Organisieren. Besonders hervorzuheben ist ihr großes Engagement in der Gebäudethematik Kloster Riedern am Wald. Sie hat die Kommunikation zwischen Gemeindeteam, Ortschaft und Gebäudeausschuss sehr engagiert vermittelt. Seit dem Ausscheiden des Hausmeisters betreut sie das Kloster mit Herzblut, koordiniert Handwerker, weist Mieter ein – ein riesiger Einsatz, der weit über das normale Maß hinausgeht.
Clemens Winterhalter, Grafenhausen,
Vorsitzender, stellvertretender Stiftungsratsvorsitzender, Kindergarten- und Gebäudeausschuss:
Danke für seinen Einsatz und die Verantwortung, die er getragen hat. Er hat die Vorstandssitzungen stets konstruktiv durchgeführt und jeweils eine gut strukturierte, gegliederte Tagesordnung erarbeitet und souverän und straff die Sitzungen geleitet.
Glückwunsch und Dank gilt ihm aber auch dafür, dass er sich für den Pfarreirat der neuen großen Pfarrei Mariä Himmelfahrt Tiengen im Stimmbezirk Oberes Schlüchttal als Kandidat aufstellen ließ und gewählt wurde. So wird er die Erfahrung des nun endenden Gremiums in den neuen Pfarreirat einbringen können.
Heinrich Schnitzer, Stiftungsrat:
Danke, dass er sich für den ausgeschiedenen Stephan Rose aus Birkendorf in den Stiftungsrat nachberufen ließ. Er hat sich besonders bei den Gebäudeangelegenheiten in Birkendorf engagiert eingebracht. Sein Einsatz war ein wichtiger Beitrag nicht nur für Birkendorf sondern für die gesamte Kirchengemeinde.
Dank an Familien und Freunde
Ein Ehrenamt funktioniert nur mit Rückhalt in der Familie. Darum ein herzliches Dankeschön an alle, die im Hintergrund die Ratsmitglieder unterstützt haben, Verständnis zeigten und Freiräume geschaffen haben.
Blick nach vorne
Die Pfarreien St. Fides Grafenhausen, St. Margareta Birkendorf, St. Leodegar Riedern am Wald mit Hürrlingen, St. Ursula Ühlingen und St. Jakobus Untermettingen mit der Filiale St. Laurentius Obermettingen sowie die Kirchengemeinde Oberes Schlüchttal werden am 1. Januar 2026 Teil der Pfarrei Mariä Himmelfahrt Waldshut-Tiengen, respektiv der Kirchengemeinde an der Wutach. Pfarreigrenzen und Strukturen verändern sich, ein Kapitel schließt sich und ein neues tut sich auf. Das aber, was die Pfarrgemeinderäte in dieser Amtsperiode - und davor ihre Vorgänger und Vorgängerinnen aufgebaut haben -, bleibt. Sie haben Spuren hinterlassen, Menschen geholfen, Gemeinschaft gestaltet und Weichen für die Zukunft gestellt.
Deshalb seine die Worte von Erzbischof Stephan Burger wiederholt: Danke. Danke für Ihre Zeit, Ihr Herz, Ihr Engagement. Danke, dass Sie die Kirche Jesu hier im Oberen Schlüchttal lebendig gehalten haben. Gott segne und begleite sie auf ihren weiteren Wegen.
Pater Christoph Eichkorn
Abschied und Neubeginn
Abschied von Pater Christoph Eichkorn im Amt als Pfarrer (Pfarradministrator) und Neubeginn als mitarbeitender Priester (Kooperator).
Liebe Kirchenmitglieder in der Kirchengemeinde Oberes Schlüchttal!
Mit diesen Zeilen möchte ich mich von Ihnen aus meinem Dienst als Pfarrer verabschieden. Diese Aufgabe habe ich in den vergangenen sechs Jahren gerne für die fünf Pfarreien in der Seelsorgeeinheit und Kirchengemeinde Oberes Schlüchttal ausgeübt. Im September 2019 wurde ich von Erzbischof Burger für diesen Dienst eingesetzt und kam ins Obere Schlüchttal. Hier habe ich viele Menschen in den sechs Dörfern, Ortsteilen und Weilern kennen und lieben gelernt. Für die Begegnungen und das Wohlwollen, die Gemeinschaft im Glauben und die Unterstützung in meinen Aufgaben, die ich erfahren habe, danke ich von ganzem Herzen.
Ich erinnere mich an die Corona Pandemie, die eine ungeheure Belastung und Bewährungsprobe für uns alle war, und deren Nachwirkungen wir bis heute noch spüren. Dazu kam für mich ein Herzinfarkt im Jahr 2023. Mit dem Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine und der Wahl von Präsident Trump in den USA sind wir in eine Zeitenwende eingetreten, deren Auswirkung auch wir spüren, aber die Folgen in Gänze noch gar nicht absehen können.
In dieser Situation stimmt mich aber der Tod von Benedikt XVI. im Jahr 2022 und seines Nachfolgers Franziskus im Jahr 2025, sowie der Beginn des Dienstes von Papst Leo XIV. als Diener Christi für seine Kirche gelassen und zuversichtlich. Wir sind mit dem und geschenkten Glauben doch Pilger der Hoffnung, wie Papst Franziskus es als Motto für das Heilige Jahr, das wir begehen dürfen, formuliert hat. Gott der Schöpfer und Vater hat sich und wird sich in Jesus Christus, seinem Sohn und dem Herrn seiner Kirche geoffenbart und wird das weiter tun. Jesus, der Herr geht uns im Leben und Sterben, durch seinen Kreuzestod und seine Auferstehung, in die Herrlichkeit voraus. Dieser Glaube ist die Kraft die mich trägt und die Freude die mich erfüllt. Künftig werde ich als mitarbeitender Priester mit 12 weiteren Priestern als Kooperator von Pfarrer Hannes Rümmele in der neuen Pfarrei Mariä Himmelfahrt tätig sein und weiter im Pfarrhaus Grafenhausen wohnen.
Ich wünsche uns von ganzem Herzen ein weiteres gutes Miteinander, frohe Weihnachten und ein friedvolles und gesundes neue Jahr 2026.
Pater Christoph Eichkorn