Geschichte des Klosters

 

Geschichte des Klosters

Das Erste, was man sich in Riedern am Wald vergegenwärtigen muss, ist, dass man nicht vor einem Kloster steht,  sondern vor einem ehemaligen Augustinerchorherrenstift mit Kirche und Propstei. Die Gründungsurkunde der Riederner Chorherren weist nicht daraufhin, dass ihr Stift in Riedern gegründet worden ist.

Am 07. Januar 1152 bestätigte König Konrad III. aus staufischem Hause (Onkel des Kaisers Friedrich Barbarossa) anlässlich eines ins Konstanz abgehaltenen Hoftages, die Gründung einer „cella“ (Zelle) in „Tierzeelnheim“, im heutigen Detzeln. Das Stift wurde zwischen 1166 und 1214 von Detzeln nach Riedern verlegt.

Im Jahre 1214 wurde erstmals in einer Urkunde von Papst Innozenz III. eine „Probst de Riede“, also von Riedern am Wald gesprochen.

Das Stift fiel mehreren Großbränden zum Opfer.

Im 16. Jahrhundert stand das Stift kurz vor dem Aus, der klösterliche Nachwuchs blieb aus, so dass Mitbrüder vom Stift Kreuzlingen hierher versetzt werden mussten. Im Jahre 1638 musste der Anschluss an Kreuzlingen durchgeführt werden, wollte man das Stift Riedern retten.

165 Jahre später wurde das Stift von der Säkularisation verschont, da es damals auf schweizerischem Gebiet lag. 1812 wurde alles für 5.500 Gulden an zwei Basler Bürger verkauft. 1839 ging das Klostergebäude zur Hälfte an die Gemeinde und die Pfarrei.

1972 hat die Pfarrei Riedern das ganze Gebäude für einen Kaufpreis von 20.000 DM übernommen und ist seither Eigentümer.